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Aufwachen und für unserer Zukunft kämpfen

Der Brunnen und das Kind

  1. Es war wie ein Paukenschlag, nein schon eher wie die Detonation einer Bombe die am 26.10.2011 in Kaufburen zu hören war. Der Fliegerhorst wird geschlossen, der Standort wird aufgelöst.
    Keiner unserer Politiker hat damit gerechnet. Eine Verkleinerung ja, aber eine Auflösung? Der Schock saß tief und es wurde nach Verantwortlichen gesucht.
    Hat man im Vorfeld zu wenig unternommen, zu wenig Druck auf die Landesregierung und auf den Bundesminister der Verteidigung ausgeübt?
    Es ist vorbei, die Entscheidung ist so gefallen, wie das berühmte Kind in den Brunnen. Hat man nicht rechtzeitig einen Deckel drauf getan? Man hat doch noch in der Woche vor der Entscheidung in Berlin vorgesprochen. Vielleicht war ja ein Deckel drauf und vielleicht hat da einer den Deckel genommen und einen anderen Brunnen damit geschlossen, ein Brunnen der nicht in Schwaben liegt?
  2. Es ist vorbei, das Kind ist reingefallen und eine Reanimation ist schwierig. Es bietet sich jedoch noch eine Chance, denn nach Aussage des Ministerpräsidenten Seehofer ist die Tür noch nicht geschlossen. Eine zivil-militärische Zusammenarbeit im Bereich der Flugsicherung ist sehr wahrscheinlich und würde ca. 100 Arbeitsplätze erhalten. Diese Kooperation die auf Initiative von Bernhard Pohl zurück zu führen ist, muss auf jeden Fall durchgesetzt werden. Die Schließung sollte noch einmal auf den Prüfstand, um eine weitere militärische Nutzung zu fordern.
  3. Ungeachtet davon ist der Blick nach vorne zu richten, frei gerade aus wie es im militärischen heißt und die Weichen für die Zukunft zu stellen. Von heute auf morgen kann so ein Standort nicht einfach geschlossen werden. Realistisch sind 3 bis 8 Jahre. Wir haben also noch ein wenig Zeit, um uns Gedanken zur Nachnutzung zu machen und die notwendigen Schritte einzuleiten.
  4. Welche Art der weiteren Nutzung bietet sich an? Der erste Schritt wäre der Erwerb des Geländes zu einem obligatorischen Preis von einem Euro. Dann erfolgt eine Bestandsaufnahme des Zustandes der Gebäude und des Geländes und die Beurteilung wie dies alles sinnvoll genutzt werden kann.
    Der Fliegerhorst war eine Schule und dieser Charakter sollte in gewissem Maße auch beibehalten werden. Die Verlegung der Fachhochschule für Finanzwesen ist möglich, eine zusätzliche Fachhochschule wäre ein Meilenstein. Auch die Berufsschule könnte im Fliegerhorst einziehen. Die Landwirtschaftsschule, sowie das Landwirtschaftsamt welches die Marktoberdorfer gerne hätten, könnte man leicht unterbringen. Parkplätze wären genügend vorhanden. Für die Polizei und auch für die Bereitschaftspolizei stünden Gebäude und genügend Platz zur Verfügung. Der Luftsportverein könnte die Landebahn weiter betreiben und vielleicht auch Start und Landung von kleineren Geschäftsflugzeugen organisieren.
    Eine Verlagerung des Waldstadions und der Eissporthalle sowie des Tänzelfestplatzes wäre möglich. Der frei werdende Platz in der Stadt könnte für Wohnbebauung zur Verfügung gestellt werden. Nutzung und Ausbau der Zeppelinhalle als Stadthalle/Mehrzweckhalle in unmittelbarer Nähe des Fliegerhorstes wäre denkbar. Das Fliegerheim könnte als Haus der Vereine genutzt werden. Ein Solarpark könnte die benötigte Energie für die Gebäude liefern. Weitere Gewerbliche Nutzung und sogar eine Wohnbebauung wären möglich. Es darf keine Denkverbote geben, alles sollte sorgsam auf Realisierungsmöglichkeit geprüft werden.
  5. Kaufbeuren ist hart getroffen worden aber Kaufbeuren wird auch nach der Schließung des Fliegerhorstes weiterleben, und leben heißt:
    Mehr Träume in der Seele zu haben als die Realität jemals zerstören kann.
    Deswegen müssen wir Kaufbeurer endlich mal aufwachen und für unsere Zukunft kämpfen.

Autor: Wolfgang Müller